Sonntag, 23. September 2018
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Rauchmelder

Rund 600 Menschen sterben jährlich in Deutschland an Bränden, die Mehrheit davon in Privathaushalten. Ursache für die etwa 200.000 Brände im Jahr ist aber im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit:

Sehr oft lösen technische Defekte Brände aus, die ohne vorsorgende Maßnahmen wie Rauchmelder zur Katastrophe führen.

Schlafende Nasen riechen nichts!

Auch Herr Riecher mit seiner magischen Nase hätte sich

ohne Rauchmelder vor dem Feuer nicht retten können.


Brandtote sind meist Rauchtote

Fast alle Brandtoten fallen nicht den Flammen, sondern den giftigen Rauchgasen zum Opfer, die während der Schwelbrandphase entstehen. 95% der Brandtoten sterben an den Folgen einer Rauchvergiftung durch die geruchlosen Gase Kohlenmonoxid und Kohlendioxid - schon wenige Lungenfüllungen Kohlenmonoxid sind tödlich.

Es kann jeden treffen
Die meisten Brandopfer - 70% - verunglücken nachts in den eigenen vier Wänden. Denn tagsüber kann ein Feuer meist schnell entdeckt und gelöscht werden, nachts dagegen schläft auch der Geruchssinn, so dass die Opfer im Schlaf überrascht werden, ohne die gefährlichen Brandgase zu bemerken.

Effektiver Schutz durch Rauchmelder
Die Installation von Rauchmeldern ist der sicherste Weg, wie Sie sich in Ihrem Heim vor dieser Situation schützen können. Ein Rauchmelder dient der Früherkennung von Entstehungsbränden mit Rauchentwicklung. Den Brandfall signalisiert dieser durch einen lautstarken Heulton, so dass Sie sich und Ihre Familie rechtzeitig retten können.
Häufige Brandursachen zu Hause

Viele Menschen rechnen nicht mit der Schnelligkeit, mit der sich ein Brand ausbreitet. Berüchtigt ist der "flash-over" - das gleichzeitige explosionsartige Entzünden aller brennbaren Materialien in einem Raum. Er tritt dann ein, wenn die Temperatur ungefähr 500 - 600° C erreicht hat. Bei einem Vollbrand wird es sogar über 1000° C heiß. Die gefährliche Phase für die Bewohner liegt in den ersten 3-5 min der Brandentstehung. Bereits nach einer Minute herrschen in einem brennenden Raum etwa 370° C. Fahrlässiger oder gedankenloser Umgang mit offenem Feuer oder elektrischen Geräten sind die häufigsten Verursacher von Bränden.
Die gefährlichsten Mythen!
"Wenn es brennt, habe ich zehn Minuten Zeit, um das Haus zu verlassen."
"Meine Nachbarn oder meine Haustiere werden mich rechtzeitig alarmieren."
"Wer aufpasst, ist vor Brandgefahr sicher."
"Steinhäuser brennen nicht."
"Rauchmelder sind zu teuer."
Irrtum, Sie haben durchschnittlich nur vier Minuten Zeit zur Flucht. Eine Rauchvergiftung kann bereits nach zwei Minuten tödlich sein.
   
Eine gefährliche Fehleinschätzung, wenn man nur zwei Minuten Zeit hat - besonders nachts, wenn Ihr Nachbar schläft oder das Haustier im Nebenzimmer ist.
   
Stimmt nicht. Elektrische Defekte sind häufig Brandursachen. Auch Brandstiftungen im Keller oder Hausflur sowie ein Brand in der Nachbarwohnung gefährden Sie ganz unverschuldet.
   
Das brauchen Sie auch nicht! Schon Ihre Gardine die Tapete oder ca. 100g Schaumstoff, beispielsweise in Ihrer Couch, sind ausreichend, um eine tödliche Rauchvergiftung zu erzeugen.
   
Ein Rauchmelder ist das beste Mittel zum vorbeugendem Brandschutz im eigenen Haushalt. Täglich sterben in Deutschland zwei Menschen bei Bränden. Was ist Ihnen Ihr Leben wert?
Was kostet so ein Rauchmelder, und worauf muss ich achten?

Rauchmelder gibt es von etlichen Herstellern in den verschiedensten Formen und Ausführungen. Kaufen können Sie diese Geräte in jedem guten Baumarkt oder Technikhaus. Die Preise für einen Rauchmelder liegen zwischen 3,00 und 30,00 Euro.

Ein günstiger Rauchmelder muss nicht gleich der schlechteste sein, jedoch sollten Sie beim Kauf auf folgende Dinge unbedingt achten um eine zuverlässige Funktion zu gewährleisten:

  • Nur durch den VdS geprüfte Rauchmelder kaufen. Achten Sie ebenfalls auf das Prüfsiegel "GS" für geprüfte Sicherheit, sowie auf ein "CE"-Norm-Zeichen
  • Geprüfte Rauchmelder durch die "Stiftung Warentest" sind ebenfalls zu empfehlen und erfüllen die oben genannten Prüfvorschriften.
  • Der Rauchmelder sollte einen Batteriealarm haben, damit eine schwache Batterie rechtzeitig erkannt und gewechselt werden kann
  • Ein Prüfknopf zur Funktionskontrolle sowie eine Funktionsanzeige durch eine Leuchtdiode o.ä. sind von Vorteil
  • Montagematerial und gegebenenfalls eine passende Batterie sollten im Lieferumfang enthalten sein
  • Komfortable Rauchmelder bieten die Möglichkeit mehrere Melder untereinander zu verbinden. Wird also z.B. ein Brand im Keller entdeckt, so schlagen alle Rauchmelder im Haus die miteinander verbunden sind Alarm. Die Vernetzung erfolgt mittels einer Zweidrahtverbindung, hier ist der nachträgliche Installationsaufwand jedoch sehr hoch. Einfacher aber auch teurer sind Rauchmelder die über eine Funkverbindung miteinander kommunizieren und so ein Verlegen von zusätzlichen Leitungen entfällt.

Ist die Montage kompliziert, und wo soll er montiert werden?

Die Montage eines Rauchmelders ist mit geringem Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden. Sie befestigen Ihn einfach mit den im Lieferumfang enthaltenen Dübeln und Schrauben an der Decke, ein Anschluss an Ihre Stromversorgung ist nicht erforderlich, da die Geräte mit einer eigenen Batterie versorgt werden. Komfortable Rauchmelder bieten die Möglichkeit mehrere Melder untereinander zu verbinden. Wird also z.B. ein Brand im Keller entdeckt, so schlagen alle Rauchmelder im Haus die miteinander verbunden sind Alarm. Die Vernetzung erfolgt mittels einer Zweidrahtverbindung, hier ist der nachträgliche Installationsaufwand jedoch sehr hoch. Einfacher aber auch teurer sind Rauchmelder die über eine Funkverbindung miteinander kommunizieren, und somit ein Verlegen von zusätzlichen Leitungen entfällt.

Vor der Montage sollten Sie jedoch die Position und die Anzahl der einzusetzenden Rauchmelder nach folgenden Punkten berücksichtigen:

  • Rauchmelder werden generell unter der Decke und in der Raummitte montiert, nur so kann er aufsteigenden Brandrauch zuverlässig feststellen und davor warnen.
  • Grundsätzlich gilt, pro Haushalt ein Rauchmelder in einem zentral gelegenem Raum wie z.B. dem Flur montieren. Dadurch werden alle schlafenden Bewohner auf einen Brand in Wohnzimmer oder Küche schnell aufmerksam, bevor der Brandrauch die Schlafräume erreicht.
  • Bei längeren Fluren und Dielen sollte alle 7,5 Meter ein Rauchmelder montiert werden.
  • In einem Haus empfiehlt sich die Montage von mindestens einem zentral montierten Rauchmelder je Stockwerk.
  • Die Installation von einem zusätzlichen Rauchmelder im Kinderzimmer ist in jedem Fall zu empfehlen.
  • Der direkte Einsatz in Nassräumen ist aufgrund der Wasserdampfentwicklung nicht zu empfehlen.
  • Bei Neubauten oder Sanierungen von Wohnhäusern und - räumen ist eine Installation von Rauchmeldern auf jeden Fall zu empfehlen bzw. zu berücksichtigen.

Wann kaufen Sie sich Ihren persönlichen Lebensretter?

 

Eine Aufklärungskampagne der Verbände im Forum Brandrauchprävention der VFDB e.V.

Quelle:

www.rauchmelder-lebensretter.de, eine Initative des VFDB e.V. (Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes)